Sind wir noch zu retten?

Nachdenkliches von Professor Jörg Spitz

Die Statistiken der Weltgesundheitsorganisation verdeutlichen bereits seit einigen Jahren , dass es müßig ist, über potentielle Umweltkatastrophen zu diskutieren, da die ärgste aller möglichen Katastrophen , die Zerstörung unserer Gesundheit, weltweit längst eingetreten ist: nur noch 10% der Menschen werden als gesund eingestuft und die früheren Geißeln der Menschheit, die Infektionskrankheiten, sind zahlenmäßig längst von den Zivilisationskrankheiten überholt worden. Außerdem wird deutlich, dass die Medizin das Problem der Zivilisationserkrankungen alleine nicht in den Griff bekommt.

Es liegt nämlich primär kein medizinisches Problem vor, sondern eine Fehlentwicklung der Um- und Lebenswelt in den Industrienationen, denen die Schwellenländer auf dem Fuße folgen: im Rahmen des technischen Fortschritts (Zivilisation) wurde nicht bedacht, dass die natürliche Umwelt (das Biotop Erde) alle essenziellen Voraussetzungen für den korrekten Betrieb des „Mikrokosmos Mensch“ liefert (positive Faktoren oder Ressourcen). Die Steuerung des Mikrokosmos Mensch ist direkt und indirekt (epigenetisch) abhängig von den Einflussfaktoren aus seiner Umwelt, in der er evolutionär entstanden ist und aus der sein Körper auch heute noch gebildet wird. Der Mensch ist eindeutig kein Astronaut, sondern ein Terranaut mit einer speziellen „Bauartzulassung“ für die Erde – wie die Erfahrung der Besatzungen der Raumstation zeigen.

Es bedarf daher der gemeinsamen Anstrengungen der Gesellschaft im Rahmen einer neuen Gesundheitskultur als Gegengewicht zur „Unkultur der Zivilisation“, um die Ursachen der Krankheiten, d.h. die nicht mehr artgerechten Umwelt-/Lebensbedingungen zu beseitigen und die Gesundheit der Menschen wieder sicher zu stellen. Um dies zu erreichen muss die neue Gesundheitskultur vor allem zwei Felder abdecken:

  1. Vermittlung eines möglichst umfassendes Gesundheitswissens für die Menschen (Verständnisprävention zur Erleichterung der Verhaltensprävention)
  2. Entwicklung einer gesünderen Um-/Lebenswelt mit möglichst (wieder) allen natürlichen Ressourcen und minimierter Schadstoffexposition (Verhältnisprävention).

Die Kombination aller drei Präventionsmodi erlaubt nicht nur eine weitgehende Verhinderung der Zivilisationskrankheiten, sondern auch deren Heilung durch die Aktivierung des (evolutionär entwickelten) „Inneren Arztes“, wie aktuelle internationale Publikationen zeigen. Da sowohl die Vermittlung des erforderlichen Gesundheitswissens als auch die Schaffung einer gesunden (menschengerechten) Umwelt aufwändige und komplexe Prozesse sind, müssen neue Konzepte entwickelt werden, die diesen Zielen gerecht werden. Dabei gilt der Grundsatz: die zweitbeste Lösung, die praktikabel ist, ist sinnvoller, als die beste Lösung, von der sich nur träumen lässt.

Bleiben Sie gesund!
Ihr Jörg Spitz

1 Kommentar

  • I treasure the content on your websites. Thank you!

    Brianeurow
    Posted vor 4 Tagen um 17:54

Comments are closed.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von grundlegenden Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen